Museumsbetrieb
Neues Wachstum in einem Kulturunternehmen

Aufgabe

inem Museum in freier Trägerschaft war aus kleinsten Anfängen heraus im Laufe von sieben Jahren eine tolle Entwicklung gelungen.

Jetzt litten die beiden Gründerinnen unter "Wachstumsschmerzen": ein Team von mittlerweile 40 ehrenamtlich Engagierten war zu motivieren und zu führen, Öffentlichkeitsarbeit zu machen, neue Exponate zu erwerben, Ausstellungen zu konzipieren und noch vieles mehr. Und das alles nebenberuflich!

Kein Wunder, dass die beiden trotz bester Organisation (ich war sehr beeindruckt von strukturierter Planung und effizienter Umsetzung) nicht mehr wussten, welche Projekte sie zuerst angehen sollten und wo überhaupt ihnen der Kopf stand.

Das Projekt stand an der Schwelle zur Professionalisierung.

Ihr Auftrag an mich war, ein Konzept zu entwickeln, um ihren immensen Einsatz zumindest zu einem Teil auch finanziell honoriert zu bekommen. So wollten sie ihre Berufstätigkeit zeitlich reduzieren (bei beiden bestand diese Möglichkeit), um sich mehr dem Museum widmen zu können.

Darüber hinaus sollte eine längerfristige Vision für das Museum entwickelt werden, insbesondere was den zukünftigen, endgültigen Standort anbelangt.

Lösung

Mit dem vorhandenen Zahlenmaterial ließen sich recht schnell einigermaßen verlässliche Prognosen über die Ertragsstärke am aktuellen Standort aufstellen. Dabei stellte sich heraus, dass durchaus finanzielle Mittel für den Einsatz von Personal vorhanden wären, von der Finanzierung auch nur einer vollen Leiterstelle war man jedoch noch ein Stück entfernt.
Darüber hinaus hätte ein zeitlicher Mehreinsatz der Leiterinnen die eigentlichen Probleme nicht gelöst.

Nicht "mehr vom selben" (noch mehr noch besser arbeiten), sondern Änderungen in der Struktur bringen wirklichen Fortschritt. Mein Vorschlag, die Mittel nicht für die Leiterinnen einzusetzen, sondern zur Einrichtung einer Assistenzstelle, stieß nur zögerlich auf Zustimmung. Sehr schnell wurde jedoch klar, dass die Qualität der Arbeitsergebnisse der Leiterinnen sich noch viel weiter steigern würden, wenn sie erst einmal von der reinen Abwicklungsarbeit entlastet würden. Nur so bestand die Aussicht, mittelfristig die Ertragskraft so zu steigern, dass eine weitere Professionalisierung auf deutlich höherem Niveau stattfinden kann.

Ergebnisse

In einem eintägigen Workshop wurde eine klare Vision für einen zukünftigen Standort und damit auch die zukünftige strategische Ausrichtung entwickelt. Damit kann jetzt auch gezielt nach außen gegangen und Mittel eingeworben werden.
Ein detaillierter Maßnahmenplan für die ersten Umsetzungsschritte war im Workshop erstellt und befindet sich erfolgreich in der Umsetzung. Eine Assistentenstelle wurde installiert und arbeitet erfolgreich, es gibt erste Gespräche mit der Stadt für einen neuen, exponierten Standort in einem historisch bedeutsamen Umfeld.

Aufwand

2 konzentrierte Briefinggespräche
Budgetanalyse und Prozessmodell
Besprechung der Ergebnisse
Konzeption und Durchführung eines eintägigen Workshops